Weitere Domains:

Messmethoden zur Schichtdickenmessung

Für die Schichtdickenmessung werden verschiedene Messmethoden angewendet.

Die einfachste aber auch ungenaueste Methode kommt mit dem Magnetstift zur Anwendung. Der Magnetstift besitzt einen Magneten, der auf die zu prüfende Oberfläche aufgesetzt wird. Ein kleiner Messschieber ist über eine Feder mit dem Magnet verbunden. Man zieht den Magnetstift am Messschieber vorsichtig von der Oberfläche ab und kann einer Skala die Schichtdicke des Lackes ablesen. Diese Messung sollte man mehrfach wiederholen und den Mittelwert bilden, da die Messwertabweichung ca. 10% beträgt.

Die induktive Messmethode wird für Eisenwerkstoffe eingesetzt. Der Messfühler besitzt eine Erregerspule die mit einer Wechselspannung versorgt wird. Diese ist über einen Eisenkern mit der Messspule verbunden. Das Magnetfeld der Erregerspule durchflutet das Werkstück, die Schichtdicke des Lackes wirkt wie ein Luftspalt, der die Induktivität der Messspule verändert. Die von der Messspule abgenommene Spannung ist ein Maß der Schichtdicke.

Bei Nichteisenmetallen kommt die Wirbelstrom-Messmethode zur Anwendung. Der Fühler besteht aus einer Spule mit Eisenkern, die von einem Wechselstrom durchflossen wird. Das Magnetfeld durchflutet das Material des Werkstückes und erzeugt in diesem einen Wirbelstrom. Die Wirkung des Wirbelstromes ist abhängig vom Luftspalt oder der Schichtdicke des Lackes. Die Spannung an der Spule verändert sich mit der Dicke der Beschichtung.

Die Messgeräte arbeiten in der Regel mit beiden Messverfahren, die Fühler sind austauschbar.

Alle Messgeräte verfügen über einen Messwertspeicher und Anzeige des maximalen und minimalen Wertes sowie des Mittelwertes.

Weiterhin können einige Messgeräte Gruppenmessungen speichern. Das bedeutet das, in so genannten Applikationen, Messwerte einer Messreihe zugeordnet werden.

In der Matrix-Messmethode sind die Anzahl Applikationen und der Blöcke vor der Messung zu bestimmen. Dann können im Speicher die Messwerte abgelegt werden.
Als Beispiel : In der Applikation werden verschiedene Lackierstraßen abgelegt in den Messwertblöcken können verschiedene Bauteile einer Baugruppe zugeordnet werden.

Über ein serielles Kabel (RS 232) sind die Daten auf einen Computer übertragbar, eine Funkverbindung ist bei wenigen Geräten optional. Im Computer sind statistische Auswertungen, das Erstellen von Histogrammen sowie die Errechnung von Cp und Cpk-Faktoren möglich.